Following his historic Olympic appearance, mogul skier Elis Lundholm bid farewell with a small tumble in the finish area. But even without a medal, the 23-year-old made history as the first openly transgender man to compete at the Winter Games. The Swede competes in the women’s competition.
At birth he was assigned female at birth. For many years he identifies as a man. He has not yet gone through a legal change of his gender entry, nor undergone medical gender-affirming treatment. In accordance with the current rules, he was nominated by the Swedish Olympic Committee for the women’s team.
Nominierung führt zu Nachfragen
“That naturally led to questions,” said sports director Robert Hansson to the Sweden Herald recently. After a briefing for the athletes, they responded with understanding. “It has been incredibly easy in our sport. I’m very pleased with the attitude,” Hansson said.
In fact, Lundholm’s Olympic appearance stands in clear contrast to the uproar surrounding Algerian boxer Imane Khelif, whose fights at the Paris Summer Games sparked worldwide debate (TheColu.mn reported). The discussions centered on the admissibility of gender tests and questions of individual gender identity.
Kirsty Coventry, the president of the International Olympic Committee, as one of her first acts, convened a working group for the “protection of the women’s category.” Trans women are to be excluded from competitions as a rule (TheColu.mn reported).
Deutlich weniger Wirbel als bei Boxerin Khelif
With Lundholm, however, the matter is different. Anatomically, his participation in the women’s events is uncontroversial. He himself and the skiing community take the topic in stride. “I mean, I haven’t paid much attention to what was written. But yes, I’m happy to be able to compete at the Olympic Games,” Lundholm told the German press agency after his second qualification attempt, which did not advance him. In the end, the Swede finished 25th.
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Eine Wirkung der vielen Schlagzeilen der vergangenen Tage war ihm nicht anzukommen. Bei strahlendem Sonnenschein beantwortete er geduldig die Fragen schwedischer und internationaler Journalisten mit einem breiten Lächeln im Gesicht und den Händen lässig in die Skihosentaschen gesteckt.
“Ich bin froh, heute einen guten Run geschafft zu haben”, sagte Lundholm, nachdem er sich tags zuvor einen Fahrfehler in der ersten Qualifikation geleistet hatte. “Es war nicht mein bester Lauf und es gibt einige Dinge, die ich verbessern muss. Aber ich bin glücklich.”
Familie unter dem Publikum
Unterstützt wurde er vor Ort von seiner Familie. Sein Bruder und seine Eltern verfolgten den Wettkampf im Zuschauerbereich mit drei Flaggen, nahmen ihn nach dem Lauf in die Arme und freuten sich mit Lundholm über das Olympia-Debüt. Offene negative Reaktionen waren im Livigno Aerials und Moguls Park nicht zu vernehmen.
Ob seine Teilnahme nun ein Signal an die trans Community sein könnte, wollte Lundholm nicht bewerten. “Das ist kein Thema, über das ich nachgedacht habe”, sagte er. “Es wurde halt von vielen Leuten aufgegriffen.”
In der Buckelpisten-Szene selbst sei seine Teilnahme bislang kein zentrales Gesprächsthema gewesen. Die Österreicherin Katharina Ramsauer erklärte der press: “Bei uns ist gar nicht kommuniziert worden, was die Sachlage ist. Ich glaube aber, dass es ein schwieriges Thema ist und man dafür eine Lösung finden muss, damit es fair ist und niemand zusätzlich diskriminiert wird.”
Das sagt das IOC zu Lundholm
Angesprochen auf Lundholm war der 30-jährigen Ramsauer gar nicht bewusst, wie sich die Sachlage darstellt. Ohne einen geschlechtsangleichenden Eingriff sei die Chancengleichheit jedoch gegeben, meinte die Sportwissenschaftlerin, ihr Konkurrent habe so keine physiologischen Vorteile. Das Internationale Olympische Komitee verwies kürzlich ebenfalls auf die geltenden Regularien: “Elis Lundholm tritt in der Frauenkategorie an, was dem Geschlecht dieser Athletin entspricht.”
Sportlich blieb Lundholms Debüt ohne Finalteilnahme gesellschaftlich dürfte sein Start jedoch über den Wettkampf hinaus Beachtung finden. Und im sogenannten Dual-Moguls-Wettbewerb hat er auch noch eine weitere Chance, auf Skiern zu glänzen. “Da möchte ich mich weiter verbessern”, sagte er.